Evangelische Trauung

Die kirchliche Trauung ist Bestandteil vieler Hochzeiten. Eine klassische und romantische Hochzeitszeremonie, wie sie in den Träumen von Brautpaaren abläuft, ist in einer Kirche bestmöglich zu verwirklichen. Wenn das Brautpaar entschlossen ist, eine evangelische Trauung durchführen zu lassen, so hat es anschließend einige Dinge zu tun und zu beachten. Schließlich soll nicht nur die Kirche selbst, sondern auch der Gottesdienst der absolute Höhepunkt des Hochzeitsfestes sein.

Voraussetzungen für die evangelische Trauung

Das Brautpaar kann nur dann evangelisch getraut werden, wenn mindestens einer der beiden der evangelischen Kirche angehörig ist. Bei einem Brautpaar, das nicht der Kirche angehört, ist eine evangelische Trauung nicht möglich. Mit dem jeweiligen Pfarramt sollte unbedingt im Vorhinein besprochen werden, unter welchen Voraussetzungen es vor Ort möglich ist, die Trauung durchzuführen, wenn nur einer der Brautleute Mitglied der evangelischen Kirche ist.

Auswahl der richtigen Kirche

Die Wahl der Kirche kann meist vom Brautpaar selbst frei getroffen werden. Die Entscheidung hierüber Die Trauung in einer Kirche ist für Brautpaare ein unvergleichlich romantisches Ereignis. – © Esther Hildebrandt - Fotolia.com trifft allerdings die betreffende Kirche schließlich selbst. Manche Kirchengemeinden trauen nur Brautpaare, die auch der Ortsgemeinde angehörig sind. In allen anderen Fällen ist es meist möglich, sich direkt mit dem auserwählten Pfarramt in Verbindung zu setzen und die kirchliche Trauung anzubahnen. Selten ist es nötig, beim Pfarramt des Ortes, in dem das Brautpaar lebt, einen Antrag darauf zu stellen, dass es in einer ortsfremden Kirche heiraten möchte.

Optisch sollte die Kirche, in der die Zeremonie abgehalten wird, den Vorstellungen des Brautpaares entsprechen. Von der kleinen und romantischen Kapelle bis hin zur pompösen und eindrucksvollen Kirche ist alles möglich. Für die Wahl der richtigen Kirche sollte sich das Brautpaar viel Zeit nehmen und die einzelnen Kirchen unbedingt besichtigen. Auch ist es wichtig, dass die Kirche ausreichend Sitzplätze für die Hochzeitsgäste bietet.

Anmeldung zur evangelischen Trauung

Vom zuständigen Pfarramt erhält das Brautpaar ein Formblatt, das es aufzufüllen und abzugeben gilt. Hier sind Name, Religion, Familienstand und Wohnsitz des Brautpaares sowie der Brauteltern anzugeben. Außerdem sollten Angaben zu Taufe und Konfirmation gemacht werden. Erst wenn dieses Formular beim Pfarramt eingeht, gilt die Trauung als offiziell angemeldet.

Ablauf vor der Trauung

Wenn feststeht, dass das Brautpaar in einer bestimmten Kirche getraut wird und das zuständige Pfarramt seine Zustimmung hierzu gegeben hat, wird ein erstes Vorgespräch mit dem Pfarrer vereinbart, der für die Hochzeitszeremonie verantwortlich ist. Hier werden persönliche Wünsche und Bedürfnisse besprochen und so dem Pfarrer eine Grundlage Auch in der Kirche kann man ein paar dekorative Akzente setzen. – © MNStudio - Fotolia.com für eine individuelle Rede gegeben. Es werden grundlegende Dinge besprochen, die die Anzahl der Hochzeitsgäste und den Ablauf des Gottesdienstes betreffen. Bei der Gestaltung des Traugottesdienstes hat das Brautpaar bei einer evangelischen Hochzeit nahezu freie Hand. Es kann Lieder auswählen, Redner bestimmen und das gesamte Gottesdienstprogramm aufstellen. Da es dennoch Richtlinien zu beachten gibt, die bei einer kirchlichen Trauung einzuhalten sind, prüft der Pfarrer dieses Gottesdienstprogramm auf Korrektheit und genehmigt es schließlich, wenn alles stimmt. Bei einem letzten Gespräch vor der Trauung wird alles noch mal durchgesprochen und festgelegt.

Trauungszeremonie

In langer Arbeit haben sich Brautpaar und Pfarrer auf das Ereignis des Traugottesdienstes vorbereitet. Der Gottesdienst selbst liegt nun der Hand des Pfarrers, des Küsters und des Organisten. Das Brautpaar kann sich also so entspannt es eben geht dem Traugottesdienst hingeben und eine schöne Trauung erleben.

Urkunden und Geschenke nach der Trauung

Nach der Trauung erhält das Brautpaar eine offizielle Urkunde über die kirchliche Trauung. Sie sind jetzt also nicht nur vor dem Gesetz ein rechtmäßiges Ehepaar, sondern haben vielmehr auch Gottes Segen für ihren gemeinsamen Lebensweg erhalten. Die Tradition vieler Pfarrgemeinden beinhaltet jedoch nicht nur die Vergabe dieser Urkunde, sondern darüber hinaus auch Geschenke für das Brautpaar. So erhält ein frisch vermähltes Brautpaar in der Regel ein Traukreuz und eine Traubibel, damit sie auch im Alltag ihrer christlichen Ehe stets an die Trauung und an ihren Glauben erinnert werden.

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