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Alt 03.09.2010, 11:11
JaneDoe
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Zitat:
Zitat von Mephista Beitrag anzeigen
Hmmm, das klingt nach einer ganzen Melange von Gefühlen, Empfindlichkeiten und Interpretationen, die da zusammen kommen.

Zunächst einmal finde ich es auch nicht selbstverständlich, dass Du finanziell etwas zu den Kleidern Deiner Brautjungfern beiträgst; so etwas habe ich bisher "nur" () von Bine gehört. Dann scheint es ja Empfindlichkeiten zu geben, welche Freundin für was zuständig ist, wer da also den Hut aufhat.

Letztlich schließe ich mich den Mädels an: Such das direkte Gespräch! Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass SMS und Co. in den falschen Hals kommen.

Grundsätzlich erscheint es mir auch so, dass Deine Freundin nicht wirklich hinter Dir steht. Aber bevor Du weitreichende Maßnahmen a la Ausladen (was ja im Grunde die Kündigung der Freundschaft heißt) ergreifst, würde ich das mit ihr persönlich besprechen.

Und ja, mit ein bißchen kritischer Selbstreflexion muss man zugeben, dass wir Bräute vor der Hochzeit manchmal etwas selbstbezogen sind. Das ist aber bis zu einem gewissen Grad ziemlich normal und wird normalerweise von Familie, Freunden, Bekannten mit etwas Ironie toleriert.
Ich finde, du hast das schon super zusammengefasst, ich schließ mich an und sage das noch dazu:

Also, erstmal: Als Braut darf man egoistisch sein. Das ist eben so. Sonst würde man ersaufen in tausenden von Ratschlägen, gut gemeinten Besorgungen, Ideen von anderen Freunden, Verwandten usw. Zudem ist es einer der wichtigsten Tage im Leben einer Frau, wir träumen davon, seit wir mit 5 Jahren Barbie gespielt haben, oder??? Nein, als Braut muss man SEIN Ding durchziehen. Und dass man als Braut im Mittelpunkt steht IST NUN MAL SO. Und das ist auch gut so, solange man sich nicht über die Bedürfnisse der anderen hinwegsetzt (was du ja nicht machst, so wie ich es herauslese). Deine Freundin scheint mir irgendwie neidisch zu sein. Vielleicht irre ich mich da auch. Spielt letztlich keine Rolle, wichtig ist, dass Ihr miteinander sprecht. Und zwar eine nach der anderen, ohne Unterbrechung.

Brautjungfernkleider zu bezahlen ist in Amerika üblich (vllt. noch in England?), aber sicher nicht hier in Deutschland, zumal es hier sowas wie Brautjungfern erst gibt, seit wir durchs Netz so nah mit den USA verbandelt sind (sprich: Globalisierung), also vielleicht so 10 Jahre (wenn überhaupt). Von daher würde ich mich da gar nicht rund machen. Wenn sie ein Problem damit hat, dass ihr "nur" 50€ dazu gebt, würde ich sagen: Entweder 50 oder eben gar nichts. Fertig. Und ihr deutlich machen, dass das hier wirklich nicht "üblich" ist. Wenn sie sowas will wie in Amerika, dann müsste sie auch eine Brideshower übernehmen und v.a. nicht meckern, dass sie als TZ viele Dinge organiseren soll wie bspw. den JGA - ganz oder gar nicht, sag ich da nur. Was TZs übernehmen oder nicht, das sollte man - finde ich - aber immer untereinander ausmachen.

Also beruhig dich erstmal und dann rufe sie an, dass du gern mit ihr direkt sprechen würdest, da sie deine beste Freundin ist und dir daran liegt, Missverständnisse aus der Welt zu schaffen (Mit so einer direkten, freundlichen Art kann man gut den Wind aus den Segeln nehmen!).

Während des Gesprächs würde ich sie aber darauf hinweisen, dass es nicht i.O. ist, bei anderen Halbwahrheiten zu erzählen und dir die Worte im Mund rumzudrehen und dass du von einer Freundin etwas mehr Sensibilität und Gesprächsbereitschaft erwartest.
Frag sie, was ihr so im Kopf rumgeht. Ob sie wegen irgendwas traurig ist deine Hochzeit betreffend. Und zeig ihr, dass dir was an ihr liegt. Wenn dem nicht so wäre, hättest du sicher hier nicht so einen langen Text geschrieben.

Wenn sie bei dem Gespräch immer noch mauert oder dich permanent angreift, obwohl du versuchst, auf sie einzugehen, mach ihr deutlich, dass dir die Freundschaft wichtig ist und es nun an ihr ist, einen Schritt auf dich zu zu machen. Damit hast du den Ball aus der Hand gegeben und gezeigt, dass sie auch gern "wiederkommen" kann.

Und lass dich mal drücken. Sowas machen viele Bräute durch!
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Ich war froh, dass ich sofort antworten konnte. Ich sagte, ich wüsste es nicht.
(Mark Twain)

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