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    #1 (permalink)
Alt 09.05.2011, 22:03
Hölzerner Hochzeiter
 
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Frage finanzielle Unterstützung - Ausrichtung und Organisation der Feier

Hallo zusammen!

Ich hab da mal ne etwas kompliziertere Frage.
Es gibt ja so eine Tradition, dass der Brautvater (bzw. die Brauteltern) die Hochzeitsfeier ausrichtet. Habt ihr da irgendwelche Erfahrungen mit?

Denn meine Freund und ich haben immer gesagt, wir wollen erst dann heiraten, wenn wir die Feier - so wie wir sie haben wollen - auch selbst bezahlen können. Trotzdem gehen wir davon aus, dass unsere Familien uns auch irgendwie finanziell unterstützen, z. B. auch indem sie etwas größeres schenken oder so. Allerdings nicht, weil das unser Anspruch ist, sondern weil wir unsere Familien so kennen und einschätzen.

Allerdings gibt es allererste Anzeichen, dass unsere Familien da etwas unterschiedliche Ansichten haben.

Daher meine Frage: Falls die Brauteltern die Hochzeitsfeier finanzieren, sollten sie sich dann auch um die Organisation kümmern? Kann man trotzdem auch die Eltern des Bräutigams in diesem Zusammenhang einspannen? Oder was ist, wenn die Bräutigam-Eltern stattdessen etwas anderes fianziell unterstützen (Polterabend, Essen nach der standesamtlichen Trauung o. ä.) - müssen/sollen/dürfen sich die Brauteltern dann da raushalten.

Wir hatten uns eher vorgestellt: Wir zahlen alles und organisieren nach unseren Wünschen. Wenn wir Hilfe brauchen, fragen wir bzw. es wird sich schon der ein oder andere anbieten, wir verteilen Aufgaben nach den jeweiligen "Stärken" der Helfer... Wenn jemand finanziell unterstützen möchte, nehmen wir das gerne an (wenn es nicht allzu "übertrieben"/unangemessen) ist.

Inwiefern müssen/sollten wir uns da nach der oben genannten Tradition richten/was müssen wir beachten, wenn da jemand doch etwas großzügiger unterstützen möchte oder wenn wir merken, dass da jemand auf diese Tradition Wert legt...

Könnt ihr mir Tipps geben, wie man solche Dinge klärt, ohne dass man jemanden vor den Kopf stößt, unverschämt rüber kommt oder aus ner Mücke nen Elefanten macht???


Vielen lieben Dank!!!
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    #2 (permalink)
Alt 10.05.2011, 06:47
Perfektionistin ;)
 
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Puh, ich glaube, wenn der "Hilfesteller" der die finanzielle Spende hergibt darauf besteht dann auch zu bestimmen, würd ich lieber aufs Geld verzichten. Immerhin ist es EURE Hochzeit und es sollte nach EUREN Wünschen gehen und nicht nach denen der Eltern.
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Alt 10.05.2011, 07:05
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Bei uns wollten die Schwiegis die Kosten mit meinen Eltern teilen. Wir haben aber von Anfang an gesagt, dass wir alles selbst bezahlen wollen und wenn sie uns unterstützen möchten, kann das jeder in Form von Geldgeschenken tun. Der eine hat ein wenig mehr, der andere weniger und es soll sich ja niemand finanziell ruinieren, für eine Hochzeit. Das kam dann auch gut an.

Zu der Zeit meiner Eltern war es so Sitte, dass die Brauteltern die Küche für das Paar spendierten und die Eltern des Bräutigams das Schlafzimmer geschenkt haben.

Ich mag Bräuche sehr gern, aber einiges ist heute doch nicht mehr umsetzbar/zeitgemäß.

Wir sind mit unserer Entscheidung gut gefahren.
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Viele Grüße
Sonja


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ist wie in einer großen Bibliothek herumzuirren, ohne die Bücher anzurühren."
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Alt 10.05.2011, 07:10
Silberner Hochzeiter
 
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Das haben wir auch so gemacht...Wenn ich mir vorstelle, dass meine Ellis die Hochzeit bezahlen müssten oh weh... Wir haben auch gesagt, dass wir alles selber zahlen und uns Geld wünschen...Jeder kann dann das geben, was er kann. Wie eben gesagt wurde, manche Dinge sind eben nicht mehr so ganz Zeitgemäß.

Meine Mami meinte auch zuerst, dass wir bei Ihnen Poltern sollen, aber wir wohnen 350 km entfernt, können ja schlecht alle von hier einpacken und dann da poltern... Und da in der heutigen Zeit in Deutschland (in Polen ist es noch anders ;-) ) die meisten Pärchen vor der Hochzeit zusammen ziehen, hat man Küche etc. meist auch schon...

Ich würde es auch so lösen, dass man einfach um Geldgeschenke bittet...
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liebe Grüße, Patrizia

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gemeinsam zusammen und dennoch frei..." -unbekannt-
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Alt 10.05.2011, 07:11
Aprilbraut - kein Scherz ;)
 
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Zitat:
Zitat von KatEng Beitrag anzeigen
Wir hatten uns eher vorgestellt: Wir zahlen alles und organisieren nach unseren Wünschen. Wenn wir Hilfe brauchen, fragen wir bzw. es wird sich schon der ein oder andere anbieten, wir verteilen Aufgaben nach den jeweiligen "Stärken" der Helfer... Wenn jemand finanziell unterstützen möchte, nehmen wir das gerne an (wenn es nicht allzu "übertrieben"/unangemessen) ist.
Und genauso solltet ihr es auch machen! So viele althergebrachte "Traditionen" sind heute einfach nicht mehr modern oder schlicht unnötig. Macht es so wie ihr es wollt.

Wie du das deiner Familie beibringen willst und wie gut du im Konfliktmanagement bist können wir hier schlecht beurteilen. Manche Leute sind beisowas echt empfindlich und legen viel Wert drauf. Mit denen muss man dann vorsichtiger umgehen. Die Oma von meinem Mann fand es nicht so prickelnd, dass wir nicht kirchlich geheiratet haben, aber DAS ist defintiv eine Sache, die nur wir selbst zu entscheiden haben. Geliebte Oma hin oder her. Wenn es ums Geld geht scheiden sich eh die Geister. Meine Mutter hat mein Brautkleid bezahlt, aber ich hätte mir deswegen niemals eins ausgesucht was ihr gefallen hätte, mir aber so gar nicht. Bei kleinem Dekokrams kann man da schon ehe rmal nen Kompromiss machen, aber bei grundlegenden Sachen würde ich mit nicht reinreden lassen. Geldgeber hin oder her!
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"Es gibt viel mehr Leute, die freiwillig aufgeben, als solche, die echt scheitern!" Henry Ford

"Am Ende wird alles gut! Wenn nicht alles gut ist, ist es nicht das Ende!" Irgendwo gelesen
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Alt 10.05.2011, 07:31
Hölzerner Hochzeiter
 
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...nicht mehr zeitgemäß... das ist genau meine Meinung!!!

Das Problem ist halt, dass die Eltern von meinem Schatz bei ihrer Tochter tatsächlich die Feier bezahlt haben. Die Eltern des Mannes haben sich da auch komplett rausgehalten, dafür den Polterabend finanziert. Ich meine mich zu erinnern, dass es damals gar nicht so gut ankam, dass die dann für die Feier eigentlich gar nichts mehr organisiert haben.

Und nun meinten die Eltern von meinem Schatz zu ihm, dass ihm ja die gleiche Unterstützung zustehe wie seiner Schwester - aber dass sie das nicht im Rahmen der Hochzeitsfeier machen wollen, weil das ja Brauteltern-Sache sei. Sie verkauften es irgendwie als "Recht" der Brauteltern, aber ich finde, dass hört sich auch gleichzeitig sehr nach "Pflicht" an. Vor allem, weil sie meinten, sie wollen sich da nicht einmischen. Auf eine Bemerkung von meinem Freund antwortete seine Mutter auch so, als wolle sie da auch organisatorisch nicht viel mit am Hut haben. Das finde ich Quatsch, weil wir Hilfe in Form von Organisation und Vorbereiten usw. vermutlich viel dringender brauchen als finazielle Unterstützung... Und weil ich andersherum auch keinen Bock habe, dass meine Eltern von der Organisation "ausgeschlossen" werden, wo die anderen bezahlen...

Darüber hinaus finde ich es etwas "frech" von seinen Eltern, weil sie kaum beurteilen können, was meine Eltern überhaupt zahlen KÖNNTEN. Ich bin mir nämlich sicher, dass die nicht die komplette Feier zahlen könnten, weil sie es nicht ganz so dicke haben. Daher ist es das letzte, was ich erwarte und ich finde, andere können da erst recht keine Erwartungen äußern. Aber das klang halt irgendwie unterschwellig so...

Nur ich finde es total komisch, so früh über sowas zu reden (haben nicht mal ne Gästeliste) - vor allem weil allen kar ist, dass wir theoretisch alles selbst zahlen können und erst mal davon ausgehen, dass wir das tun.
Meine Eltern haben vermutlich nicht mal untereinander darüber gesprochen, wie sie sich da verhalten. Außerdem fände ich es komisch, von anfang an zu wissen, dass mir jemand was zahlt. Dann würd ich viel mehr auf die Kosten achten, als wenn ich über mein eigenes Geld verfüge.
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    #7 (permalink)
Alt 10.05.2011, 08:37
♣~*Offbeatmama*~♣
 
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Also, deine Bald-Schwiegis können nicht erwarten, dass es jede Familie so handhabt - wenn sie meinen, dass sie ihrer Tochter das Fest bezahlen müssen, dann ist das schön für die Tochter, hat aber mit eurer Hochzeit nichts zu tun.

Sagt ihnen, falls das Gespräch aufkommt, dass das Finanzielle bei euch bleibt (denn wenn der Preis für eine geschenkte Hochzeit ist, dass ich kein Wort mitzusprechen habe, dann ist das ein blödes Geschenk ), dass ihr euch gern auch Geld zur Hochzeit wünscht, aber dass deine Eltern nicht die komplette Hochzeit finanzieren können und/oder wollen.

Wenn die Bald-Schwiegis unbedingt bei der Orga mitmachen wollen, sag ihnen, du gibst früh genug Bescheid, wenn was ansteht.

Ehrlich, man muss sich als Braut wirklich früh genug emanzipieren, sonst kann da ganz vieles schief gehen.

Ich habe bei meiner Hochzeit gaaaaanz viel selbst organisiert, ich hätte das nur schwer abgeben können, aber es hat darüber hinaus auch keiner gesagt: Ich helf dir bei z.B. den Einladungskarten, ruf mich einfach an. Also, wenn du Hilfe willst, gib den Leuten frühzeitig Bescheid, man darf da als Braut auch etwas exzentrisch sein
__________________


Ich war froh, dass ich sofort antworten konnte. Ich sagte, ich wüsste es nicht.
(Mark Twain)

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    #8 (permalink)
Alt 10.05.2011, 08:48
Diamantener Hochzeiter
 
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Also, bei uns war es so, dass mein Vater relativ früh angedeutet hat, dass er "etwas" zur Feier dazu beisteuert. Leider hat er sich da nie so klar ausgedrück wieviel das wohl sein wird.
Mein Mann und ich hatten dann zuerst eher sparsam geplant, damit wir es "zur Not" auch selber bezahlen hätten können.

Wir hatten ja dies standesamtliche Trauung im Mai und den kirchlichen Teil mit großer Feier im September. Nachm Standesamt haben wir dann nur im ganz kleinen Kreis (Eltern, Geschwister und TZs) im Restaurant der Schwiegereltern zu Mittag gegessen und Kaffee- getrunken. Das haben die Schwiegereltern bezahlt. Außerdem haben sie uns die Ringe geschenkt.

Nachdem meinem Vater unsere Sparversion von der Feier wohl nicht so gefallen hatte , hat er dann darauf besztanden, dass wir "ordentlich" feiern sollen und auch gesagt, dass er die Kosten dafür trägt.
Allerdings wollte er sich auch gar nicht in die Planung einmischen (Männer eben).
Die Schwiegereltern haben ihre Hilfe bei der Planung angeboten, sioch sonst aber zurück gehalten. Schwiegermutter und Schwägerin haben dann zusammen mit mir die Deko entworfen und gebastelt.

Alles in Allem fand ich das so ok!
Wir hätten nicht so einen bombastische Feier im Schloss haben müssen, aber mein Vater hielt es für "angemessen" und wollte sich wohl auch nicht lumpen lassen. Das war sehr, sehr großzügig von ihm!
Allerdings wäre ich auch nie auf die Idee gekommen bei dem Angebot es jetzt völlig zu übertreiben. Man kann ja so ungefähr einschätzen, was die Eltern in der Lage sind finanziell auszugeben.

Wenn ihr aber in der Lage seid, eure Traumhochzeit komplett selber finanzieren zu können, dann würde ich den Eltern vorschlagen, dass sie euch einen Umschlag schenken können. Was dann drinn ist, ist ihre Sache.
Aber wie und wo und in welchem Rahmen ihr feiert ist euer Ding!
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    #9 (permalink)
Alt 10.05.2011, 10:52
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Meine Mama ist z.B. tottraurig, dass sie sich mein Brautkleid nicht leisten kann und ich es selber bezahlen "muss". Bis ich ihr DAS ausgeredet hatte... das war nen Akt. Für mich war IMMER klar, wir bezahlen die Hochzeit selbst und wenn sich jemand (in dem Fall na klar die Eltern) beteiligen möchte, dann bitte in Form von Geldgeschenken. Wo dann auch gleich wieder das Thema aufkam: Ja aber ich kann ja auch nicht so viel geben. - Ne, erwartet auch gar keiner! Manchem Mütter (und Väter) sind schon schwierig...

Ansonsten habe ich es gehalten wie JaneDoe: ich hab bis jetzt ALLES selber organisiert und geplant (bei manchen sachen durfte Stefan mitreden ) und wenn jemand ankam und gefragt hat ob er was helfen kann hab ich geschaut, was noch zu machen ist und das dann mit denen zusammen gemacht (z.B. hat mir meine kleine Schwester mit den Antennenschleifen geholfen, meine Ma und meine große Schwester waren natürlich mit Kleid kaufen usw). Selbst beim Türkranz nachher haben wir das letzte Wort obwohl das ja wirklich eigentlich nicht unsere Aufgabe ist aber die Camper (die machen den nämlich) haben sofort gesagt: Kinder, der muss EUCH gefallen, also wird der nach euren Vorstellungen gemacht!

Ich kann mich nur wiederholen: es ist EURE Hochzeit und wenn ihr die Planung nicht abgeben möchtet (was ich vollkommen verstehen kann) oder aber mit der "Arbeitsteilung" nicht einverstanden seid, dann nehmt die betreffenden Personen bei Seite und besprecht das in Ruhe.
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    #10 (permalink)
Alt 10.05.2011, 16:10
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Ich finde eure Einstellung gut und würde es genauso machen. Leider ist tatsächlich häufig zu befürchten, dass mit finanzieller Unterstützung Mitbestimmungsrecht eingefordert wird. Ich würde von Anfang an klar und deutlich formulieren, dass ihr die Hochzeit selbst finanziert. Geldgeschenke (gerne auch größeren Ausmaßes ) werden natürlich gern entgegen genommen. Das macht innerlich unabhängiger.

Ansonsten hat es Sonni gut ausgedrückt: Hilfestellung kann man absprechen und ist euch sicherlich sehr willkommen.
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Leben ist aussuchen. Und man suche sich das aus, was einem erreichbar und adäquat ist, und an allem anderen gehe man vorüber.

- Kurt Tucholsky -
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    #11 (permalink)
Alt 16.05.2011, 18:45
Silberner Hochzeiter
 
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Also da wir beide ja noch recht jung sind und unsere finanziellen Pölsterchen ja nun nicht so gigantisch sind wie vielleicht bei anderen Paaren, haben wir ja ohnehin nicht den Anspruch da eine 10.000€ Hochzeit zu feiern.

Als ich meiner Mama dann aber im Januar erzählt habe, dass wir vor haben zu heiraten, hat sie erst gefragt, wie wir uns das vorstellen (eher klein oder groß, prunkvoll oder schlicht usw.) und hat dann sofort gesagt, dass sich die Brauteltern wie üblich an der Hochzeit beteiligen werden. Das fand ich eine nette Geste, - die aber wirklich nicht sein hätte müssen!
Klar war aber ohnehin für uns, dass meine Eltern da nicht mal eben ein paar Tausender springen lassen können und so haben wir trotzdem unsere "Sparvariante" beibehalten.

Daniels Vater ist im Vergleich zu meinen Eltern finanziell wesentlich besser gestellt, dementsprechend "groß(kotzig)" hat er sich dann auch mit seinem: "Ich übernehme die Feier!" gegeben, was eigentlich meine Eltern für sich schon beansprucht hatten. Aber da sein Interesse eigentlich gar nicht erwartet wurde, haben sie aus Angst, dass bei einer Diskussion sein Interesse schwinden könnte, gesagt, sie würden dann etwas anderes "übernehmen".

Und das Ende vom Lied? Mein Schwiegervater hatte dann doch nicht soooo die Lust, die Feier zu finanzieren. Kein Ding, - hat niemand erwartet. War nur ärgerlich, dass es erst so ein Hin- und Her geben musste.

Nun ist es so, dass mein Vater den Oldtimer spendiert (er ist ein Autolieber und da schlägt sein Herzchen selbst höher! ) und vielleicht noch die Saalmiete.
Sein Vater hat Daniel einfach 500€ in die Hand gedrückt und achselzuckend gesagt, dass er gucken sollte, wofür wir's verwenden wollen.

Letzteres finde ich echt schade. Das zeigt so NULL Interesse.

Mein Papa hat sich da wenigstens was überlegt, und aus den ganzen Hochzeitsposten den ausgeguckt, den er selbst am schönsten findet. Dann finde ich das als "Geschenk" irgendwie doch schöner, als eine reine "Finanzspritze".

Klar, jeder sollte selbst wissen, wie er seine Hochzeit finanziert (auch ohne Geldgeschenke oder finanzielle Hilfe). Wenn Eltern finanziell etwas dazu geben möchten, finde ich das aber auch okay. So sind Eltern halt meistens. Und ich wäre eine Lügnerin, wenn ich behaupten würde, dass es mich nicht gefreut hat, dass meine Eltern sofort begeistert "mitgemacht" haben. Aber damit meine ich eben nicht nur, dass sie ihren Geldbeutel zücken, wenn's soweit ist, sondern dass sie die Hochzeitsmessen mit besuchen, Locations gesucht haben usw. usw. Denn gerade das ist es, was ich mir eben wünsche.

Und ganz wichtig ist eigentlich doch, dass man SEINE eigene Hochzeit feiert. Nicht die, die irgendwie in der Wunschvorstellung der Eltern existiert. Man sollte selbst entscheiden, wie gefeiert wird. Das ist schließlich nicht der Hochzeitstag der Eltern, sondern der eigene!

Geändert von FrauSchmifeld (16.05.2011 um 18:47 Uhr)
FrauSchmifeld ist offline   Mit Zitat antworten
    #12 (permalink)
Alt 16.05.2011, 19:15
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Zitat:
Zitat von FrauSchmifeld Beitrag anzeigen
Mein Papa hat sich da wenigstens was überlegt, und aus den ganzen Hochzeitsposten den ausgeguckt, den er selbst am schönsten findet. Dann finde ich das als "Geschenk" irgendwie doch schöner, als eine reine "Finanzspritze".

Klar, jeder sollte selbst wissen, wie er seine Hochzeit finanziert (auch ohne Geldgeschenke oder finanzielle Hilfe). Wenn Eltern finanziell etwas dazu geben möchten, finde ich das aber auch okay. So sind Eltern halt meistens. Und ich wäre eine Lügnerin, wenn ich behaupten würde, dass es mich nicht gefreut hat, dass meine Eltern sofort begeistert "mitgemacht" haben. Aber damit meine ich eben nicht nur, dass sie ihren Geldbeutel zücken, wenn's soweit ist, sondern dass sie die Hochzeitsmessen mit besuchen, Locations gesucht haben usw. usw. Denn gerade das ist es, was ich mir eben wünsche.
Ich denke da ähnlich!

Ich finde es irgendwie krass, dass die Eltern von meinem Freund nur über Geld und Traditionen gesprochen haben. Das kligt so: wir machen, was man halt so macht. Er kriegt Unterstützung, weil seine Schwester die auch bekommen hat, aber nicht durch Finanzierung der Feier, weil das Brauelternsache ist...
Ok, sie hatten schon vorher gefragt, wie wir uns das Ganze vorstellen... Aber ich denke, meine Eltern reagieren da eher im Nachhinein oder so wie FrauSchmifelds Vater: Wenn es um eine konkrete Sache geht, sagen: So, und das übernehmen ich jetzt! Oder wenn wir uns bei ner Entscheidung aus Kostengründen schwertun sagen: Spar' nicht daran, ich unterstütze dich da... Im Vorfeld zu sagen: "Ich zahle die komplette Feier", finde ich auch irgendwie schon ein bisschen großkotzig...
KatEng ist offline   Mit Zitat antworten
    #13 (permalink)
Alt 16.05.2011, 19:35
Silberner Hochzeiter
 
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Zitat:
Zitat von KatEng Beitrag anzeigen
Ich denke da ähnlich!

Ich finde es irgendwie krass, dass die Eltern von meinem Freund nur über Geld und Traditionen gesprochen haben. Das kligt so: wir machen, was man halt so macht. Er kriegt Unterstützung, weil seine Schwester die auch bekommen hat, aber nicht durch Finanzierung der Feier, weil das Brauelternsache ist...
Ok, sie hatten schon vorher gefragt, wie wir uns das Ganze vorstellen... Aber ich denke, meine Eltern reagieren da eher im Nachhinein oder so wie FrauSchmifelds Vater: Wenn es um eine konkrete Sache geht, sagen: So, und das übernehmen ich jetzt! Oder wenn wir uns bei ner Entscheidung aus Kostengründen schwertun sagen: Spar' nicht daran, ich unterstütze dich da... Im Vorfeld zu sagen: "Ich zahle die komplette Feier", finde ich auch irgendwie schon ein bisschen großkotzig...
Traditionen sind ja schön und gut, - aber wir leben im Jahr 2011. Und es ist eure Hochzeit. Wenn ihr da vielleicht nicht mit konform gehen wollt oder könnt, dann ist das eure Sache.

Ich finde nicht, dass das allein "Brauteltern" Sache ist. Der Brauch stammt ja noch aus einer Zeit, wo die Töchter "Ballast" waren und man froh war, die dann nach einer größeren Summe X (eben die Summe Geld, die man für die Hochzeit gebraucht hat) finanziell an jemand anderes zu binden.

Will man so etwas heute überhaupt noch? Dass die Tochter so "verschachert" werden muss, ist doch total unüblich für die heutige Zeit. Man heiratet nicht mehr wegen der "guten Partie", sondern in erster Linie aus Liebe. Und wenn die Brauteltern diesen Gedanken "verinnerlicht" haben oder einfach finanziell nicht in der Lage sind, so zu handeln, ist es doch ausreichend.

Wenn ihr keine finanzielle Unterstützung braucht, - dann lasst seine Eltern doch reden. Tradition hier, Tradition da.
Ihr müsst es da niemanden außer euch selbst recht machen.
FrauSchmifeld ist offline   Mit Zitat antworten
    #14 (permalink)
Alt 17.05.2011, 07:01
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Hochzeitspaar: Sonja & Wolfgang
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Zitat:
Zitat von FrauSchmifeld Beitrag anzeigen
....Aber damit meine ich eben nicht nur, dass sie ihren Geldbeutel zücken, wenn's soweit ist, sondern dass sie die Hochzeitsmessen mit besuchen, Locations gesucht haben usw. usw. Denn gerade das ist es, was ich mir eben wünsche.
...
Wünsche gehen eher in Erfüllung, wenn man sie ausspricht

Ich finde die 500 €uro-Aktion auch nicht gerade toll, aber vielleicht wusste er einfach nicht, wie er es nett verpacken soll, weil er dachte, dass ihr das Geld jetzt schon benötigt?
Nur mal so als Denkanstoß - Unbeholfenheit kann manchmal aussehen wie Desinteresse.
__________________
Viele Grüße
Sonja


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Sonni ist offline   Mit Zitat antworten
    #15 (permalink)
Alt 17.05.2011, 07:12
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Zitat:
Zitat von Sonni Beitrag anzeigen
Wünsche gehen eher in Erfüllung, wenn man sie ausspricht
Oh, Sonni, wie wahr!
Wenn ich das nächste mal dabei bin, werde ich mal was in dieser Richtung versuchen.

Hatte mir sowieso vorgenommen, gegenüber seinen Eltern mal anzudeuten, dass meine Eltern
- eh nicht die komplette Feier zahlen KÖNNTEN,
- sowieso wissen, dass wir immer gesagt haben, wir feiern erst, wenn wirs selbst finazieren können
- selbst von so altmodischen Traditionen nicht so viel halten
- uns aber dennoch bestimmt sehr gerne bei einzelnen konkreten Dingen unterstützen werden (das nur nicht Monate im Voraus ankündigen)
- und grundsätzlich sowieso immer als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, wenn wir bei irgendetwas Hilfe brauchen und uns das auch viel wichtiger ist als Geld!

Das klingt jetzt krass, aber ich werde natürlich diese Liste runterrattern, sondern wenn es sich ergibt, den ein oder anderen Punkt anklingen lassen...
KatEng ist offline   Mit Zitat antworten
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