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    #16 (permalink)
Alt 15.10.2010, 21:42
Left my heart in Bali
 
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Da hab ich ja was losgetreten
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    #17 (permalink)
Alt 16.10.2010, 19:14
Left my heart in Bali
 
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Ich bin ja auf dieses Thema gestossen weil ich den im Bericht erwähnten Radiobericht gehört hab.Hier ist nochmal der Wortlaut des Radioberichts.

Bistum Regensburg: Hochzeit ist kein Wunschkonzert ! - Radio Charivari

Leider find ich das Amtsblatt mit den empfohlenen Liedern nirgends.
Aber "Maria breit den Mantel aus" hat für mich immer was von Beerdigung.

Ich hab auch mal unseren Freund den Pfarrer gefragt wie er das sieht.Und er meinte man muss das schon differenzieren. Ein Lied wie "Never alone" wäre durchaus machbar weil man eben den Text auch christlich interpretieren könnte.

Lady Antebellum - Never Alone Lyrics

Was denkst Du Miri?
Ich find es sehr interessant Deine Meinung dazu zu lesen

Die der anderen Selbstverständlich auch.
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Kitty ist offline   Mit Zitat antworten
    #18 (permalink)
Alt 16.10.2010, 23:21
Goldener Hochzeiter
 
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Ich für meinen Teil bin evangelisch und tu mich oftmals mit der katholischen Kirche und ihren Ansicht schwer, weil ich sehe, wie viele junge Menschen so zwar nicht von Gott davon getrieben werden, aber sich aus dem Schoss der Kirche entfernen.
Wir hatten zu unserer Hochzeit weltliche und kirchliche Musik gemischt. Und unser Pfarrer war davon dermaßen gerührt, was wir ausgewählt haben, dass er sogar ein Tränchen mitverdrückt hat. Wir hatten unseren Pfarrer darauf angesprochen wie er es hält und er meinte, er erwartet Musik die dem Anlass entsprechend ist und auch dass er sie vorher einmal gerne sehen möchte um es abzusegnen.
Ich denke, wenn jemand "highway to hell" zu einer kirchlichen Hochzeit spielen will, ist dass nicht ganz recht am Platz und vielleicht meint er es auch mit der Bedeutung einer kirchlichen Hochzeit nicht ganz ernst.
Andererseits gibt es sehr viel schönes und auch durchaus im christlichen Sinne geprägtes weltliches Liedgut, was man mit zu einer Hochzeit integrieren kann.
Und ich muss sagen. Eine Kirche sollte eine Kirche der Menschen für die Menschen sein. Das heißt für mich auch, sich neueren Zeiten und Gegebenheiten anpassen.
Kybele ist offline   Mit Zitat antworten
    #19 (permalink)
Alt 17.10.2010, 08:00
Für immer und noch länger
 
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Zitat:
Zitat von Sonni Beitrag anzeigen
Mich würde Mephi's Meinung interessieren. Sie hat bestimmt Erfahrungswerte.
Hier also auch noch mein Senf:

Ich stimme Miri (Post 4) zu.

Allerdings finde ich die Begründung des Bistums ziemlich daneben, und zwar, weil sie mehr auf die katholischen Richtlinien pochen als auf das, was meiner Meinung nach das Entscheidende ist: Die Trauung ist in der katholischen Kirche ein Sakrament. In der evangelischen Kirche immerhin noch eine Segensspendung. Und damit keine weltliche Handlung, die beliebig zu einem romantischen Event gestaltet werden kann. Es geht darum, sich unter Gottes Segen zu stellen, Gottes Segen für die Ehe zu erbitten und auch, sich als Paar klar füreinander zu entscheiden, dieses "In guten wie in bösen Tagen" ernst zu nehmen. Und damit finde ich Deine Aussage, Ricky:
Zitat:
Zitat von Ricky Beitrag anzeigen
Ich denke aber defintiv nicht, dass bei einem Gottesdienst nur kirchliche Dinge vorkommen müssen. Das ist nicht das Leben.
widerlegt. Zumindest, wenn man es ernst nimmt. Dann hat eine Trauung viel mit dem Leben zu tun.

Das erst mal grundsätzlich. Wie so vieles im Leben ist damit aber noch lange nicht klar, wo der Zug so hinfährt. Ich finde, es gibt durchaus weltliche Songs, die auf Gedanken von Liebe sehr gut eingehen ("The Rose" von Bette Middler finde ich zum Beispiel schön und passend, weil es auch darauf eingeht, dass Liebe auch in dunklen Zeiten wachsen kann). Je nachdem, wie es im Einzelfall aussieht, finde ich durchaus, dass solche Songs im Gottesdienst ihren Platz haben können.

Hier wurde noch damit argumentiert, dass sich Kirche den heutigen Zeiten anpassen müsste. Das sehe ich auch so. Wir müssen hier nicht über Hexenverfolgung etc. diskutieren - jede Zeit bringt ihre Herausforderungen mit sich und neue Fragestellungen, über die zu diskutieren ist, und denen sich auch die Kirche stellen muss. Aber Vorsicht: Dies zu verwechseln mit einem "Sich der aktuellen Meinung anzupassen" ist zwar gemütlich, aber absolut nicht das, was Kirche eigentlich meint - zumindest, wenn man Kirche als Solidargemeinschaft der Gläubigen versteht! Wenn man sich mal einen der Kernsätze der Bibel herausnimmt, "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst", und diesen mal richtig durchdenkt, dann wird deutlich, wie tief und weitreichend eigentlich alles ist, was mit Kirche zu tun hat. Man denke vor diesem Satz einfach mal Themen wie Umweltschutz, Globalisierung, Stammzellenforschung etc. durch. Und wird feststellen, dass es keine einfachen Lösungen geben kann, dass Kirche damit auch nicht in eine BI*D-Zeitungs-fähige Schlagzeile gepresst werden kann. Die Auseinandersetzung ist das Entscheidende und noch viel mehr: das Handeln. Das gilt aber für jeden Einzelnen auch. Egal, ob gläubig oder nicht. Ich denke, die meisten hier werden auch, wenn sie sich der Kirche nicht nahe fühlen, ein durchdachtes Wertesystem haben.

Mist, jetzt ist es doch länger geworden als gedacht. Ja, Susi, Du hast hier echt was losgetreten. (mir machts Spaß)
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Leben ist aussuchen. Und man suche sich das aus, was einem erreichbar und adäquat ist, und an allem anderen gehe man vorüber.

- Kurt Tucholsky -

Geändert von Mephista (17.10.2010 um 08:08 Uhr)
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    #20 (permalink)
Alt 17.10.2010, 08:05
Für immer und noch länger
 
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Zitat:
Zitat von Nai Beitrag anzeigen
Was soll denn da zeitgemäßer sein? Glaube ist zeitlos. Religion ebenso. Werte sollten sich nicht ändern müssen.
Sie müssen aber vor den aktuellen Hintergründen neu interpretiert werden. Zu Zeiten Jesu gab es keine Stammzellenforschung und keine Umweltschädigungen, die globale Gefahren darstellen. Es gab keinen globalen Markt, der Auswirkungen auf Arbeitsplätze vor Ort hat. Und die ethischen Fragen zu diesen Themen lassen sich nicht mal eben so ganz einfach beantworten...
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Geändert von Mephista (17.10.2010 um 08:09 Uhr)
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    #21 (permalink)
Alt 18.10.2010, 07:33
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Zitat:
Zitat von JaneDoe Beitrag anzeigen
...und dabei den Spagat schaffen, offen zu sein für Neues, das ist zumindest mein Eindruck. Das ist nicht einfach und ich kann verstehen, dass gerade bei einem heiligen Sakrament keine Offenheit signalisiert wird, da es sich hier um wirklich allerheiligste "Vorgänge" handelt, die nicht verweltlicht werden sollen.

Mich als Atheist würde interessieren, welches Lied von M.J. gespielt wurde. Hab ich das überlesen?

Gerade bei der katholischen Kirche vermisse ich die Offenheit gegenüber Neuem bzw. dem ganz natürlichen Lauf der Dinge, der nunmal auch Sichtweisen verändert (im besten Falle) und damit meine ich nicht nur Sichtweisen der Kirchen, sondern aller Menschen.

Miri, Danke für deine Links aber so wird es (hier die katholische) Kirche kaum schaffen, für ihre Idee erfolgreich auch unter Ungläubigen, wie mich zu werben und das ist nur ein Beispiel.

Ich bin durch und durch atheistisch erzogen worden, schätze aber z.B. den christlichen Grundgedanken des Mit- und Füreinander ohne Ansehen der Person sehr (mal ganz laienhaft ausgedrückt) aber wenn ich so etwas lese... sorry aber da geht mir die Hutschnur hoch. Gerade die katholische Kirche macht es anders Denkenden nicht immer leicht, nachzuvollziehen, was da in manchen Köpfen so abgeht.

Dieses - nennen wir es mal Phänomen - beschränkt sich aber nicht allein auf die katholische Kirche und zum guten Schluß: Ich meine auch und gerade als Atheist; eine kirchliche Trauung sollte nur gewählt werden, wenn sich beide der Bedeutung und Tragweite (mal wieder als Laie gesprochen ) bewusst sind. Ich war z.B. froh, dass mein Mann keine kirchliche Trauung wollte, auch wenn er "nur" evangelisch ist. Ich hätte ihm den Wunsch erfüllt, wenn es für ihn wichtig gewesen wäre aber ich glaube, ich hätte mich nicht wohl dabei gefühlt, eben weil ich nicht 100 % dahinter stehe.

Mein Mann hat sich übrigens als Jugendlicher dazu entschieden, in die Kirche einzutreten. Ein Zeichen dafür, dass man seine Meinung, Einstellung, Glauben durchaus ändern kann. Aber mit solch rigorosen Ansagen, wird man sicher keine Fans gewinnen, jedenfalls nicht in unseren Breitengraden.
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LG, Anja


It's better to burn out than to fade away! [Neil Young]

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