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    #1 (permalink)
Alt 15.10.2010, 09:55
Left my heart in Bali
 
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Standard Verbot weltlicher Musik

Schaut mal was ich gefunden habe:

KATH.NET - Katholischer Nachrichtendienst
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Life isn´t about waiting for the storm to pass...
...it´s about learning to dance in the rain.


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Alt 15.10.2010, 10:18
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Boah, das ist hart. Klar muss man so was mit dem Pfarrer abstimmen, aber alles hat auch Grenzen. In beide Richtungen. Klarer Fall von Schubladen-denken.

EDIT: Danke für die Recherche, Susi!
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Sonja


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Alt 15.10.2010, 10:19
endlich Frau S.
 
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Oh.
Krass sind da aber auch die Meinungen der Leser zu.
Ich muss sagen, dass ich es toll fand, dass unser Pfarrer uns einfach die Musik hat aussuchen lassen, die wir gut fanden (wir sind allerdings auch evangelisch). Ich fand eine Trauung vor Gott sehr wichtig und finde nicht, dass das durch weltliche Musik geschmälert wurde. Schließlich ist unser Gott doch ein Gott der Liebe - wie könnte er da was gegen Liebeslieder haben?
Aber da gehen die Meinungen natürlich stark auseinander.
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    #4 (permalink)
Alt 15.10.2010, 10:21
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Ja, und? Wie stehst du dazu?

Ich muss sagen, dass ich das völlig ok finde. Die kirchliche Trauung ist als heiliges Sakrament nunmal wirklich kein Wunschkonzert und zudem gibt es genügend passende Lieder, die geeignet sind. Allein die Möglis aus der klassischen Musik sind immens und es gibt auch genügend Stücke, die so geeignet sind, ohne aus dem Gesangsbuch zu sein (wo es btw ja auch schöne Lider gibt). Gerade Michael Jackson halte ich persönlich auch eher für unpassend. Aber mal ganz davon ab ist es eh fragwürdig, seine Trauung kurz vorher erst zu besrpechen...

Mich ärgert es auch, dass viele nur kirchlich heiraten "weil das ja soooo romantisch" ist und dass es ihnen eigentlich nicht wichtig ist, sich vor Gott trauen zu lassen - damit wird die Kirche auch herabgewürdigt und nicht richtig ernst genommen - und dabei wollen gerade diese Brautpaare aber unbedingt ernst genommen werden, das ist wirklich fragwürdig. Von daher ist es doch völlig nachvollziehbar, dass hier eine Grenze gezogen wird, die allerdings wirklich noch genügend Spielraum zulässt. Auf der Feier kann man dann ja noch jede andere Musik spielen.
Edit: Zudem gibt es genug Pfarrer, die trotzdem mehr zulassen, das sollte auch mal gesagt werden.
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Ich war froh, dass ich sofort antworten konnte. Ich sagte, ich wüsste es nicht.
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Alt 15.10.2010, 10:25
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Ja das ist nicht wirklich tolerant. Das war die katholische Kirche aber leider schon immer nicht - jedenfalls nicht in meinen Augen Es gibt sicherlich Lieder und Texte die nichts in der Kirche zu suchen haben, aber deshalb grundsätzlich alles säkulares zu verbieten ist absolut nicht zeitgemäß und überheblich. Kein Wunder, dass so viele Menschen den Glauben verlieren, bei solch einer Einstellung.

Ich finde die Kommentare der Leser auch echt heftig. Das muss an Bayern liegen
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    #6 (permalink)
Alt 15.10.2010, 10:26
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Zitat:
Zitat von JaneDoe Beitrag anzeigen
Mich ärgert es auch, dass viele nur kirchlich heiraten "weil das ja soooo romantisch" ist und dass es ihnen eigentlich nicht wichtig ist, sich vor Gott trauen zu lassen - damit wird die Kirche auch herabgewürdigt und nicht richtig ernst genommen - und dabei wollen gerade diese Brautpaare aber unbedingt ernst genommen werden, das ist wirklich fragwürdig. Von daher ist es doch völlig nachvollziehbar, dass hier eine Grenze gezogen wird, die allerdings wirklich noch genügend Spielraum zulässt. Auf der Feier kann man dann ja noch jede andere Musik spielen.
Edit: Zudem gibt es genug Pfarrer, die trotzdem mehr zulassen, das sollte auch mal gesagt werden.
Hier stimme ich dir voll und ganz zu, Miri.
Aber auf der anderen Seite predigt die Kirche auch immer über Toleranz.
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Sonja


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    #7 (permalink)
Alt 15.10.2010, 10:27
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Zitat:
Zitat von Ricky Beitrag anzeigen
Ich finde die Kommentare der Leser auch echt heftig. Das muss an Bayern liegen
Tststs! Ricky!
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    #8 (permalink)
Alt 15.10.2010, 10:31
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Dem zweiten Absatz von Miri stimme ich auch zu Ich denke aber defintiv nicht, dass bei einem Gottesdienst nur kirchliche Dinge vorkommen müssen. Das ist nicht das Leben.
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Alt 15.10.2010, 10:34
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Mich würde Mephi's Meinung interessieren. Sie hat bestimmt Erfahrungswerte.
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Alt 15.10.2010, 10:48
Nai
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Zitat:
Zitat von Ricky Beitrag anzeigen
Kein Wunder, dass so viele Menschen den Glauben verlieren, bei solch einer Einstellung.
Wer wegen sowas den Glauben verliert, hat nicht an Gott geglaubt.

Was soll denn da zeitgemäßer sein? Glaube ist zeitlos. Religion ebenso. Werte sollten sich nicht ändern müssen. Wenn ich "zeitgemäße Kirche" höre muß ich an den Film Dogma und "Kumpel Jesus" denken: *klick*. 8[

Wer kirchlich heiratet sollte es nicht nur tun weils "so ne schöne Atmosphäre" ist und "zu einer Traumhochzeit dazugehört", sondern weil der heilige Bund der Ehe mehr als nur eine Redewendung für denjenigen ist. Ich kann schon verstehen, dass man verhindern will, dass die Kirche bei Trauungen durch weltliche Musik "entweiht" wird. Das tut sicher nicht jede weltliche Musik, aber für tief religiöse Menschen (zu denen ich nicht unbedingt gehöre) sieht das sicher anders aus als für Otto-Normal-Brautpaar, das sich eine schöne Trauung wünscht.
Ich habe da sehr viel Respekt vor.
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    #11 (permalink)
Alt 15.10.2010, 10:57
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Ich denke nicht, dass man "wegen sowas" den Glauben verliert. Es sind imho viele genau solcher Kleinigkeiten die ich persönlich nicht nachvollziehen kann.
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    #12 (permalink)
Alt 15.10.2010, 11:05
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Zitat:
Zitat von Sonni Beitrag anzeigen
Hier stimme ich dir voll und ganz zu, Miri.
Aber auf der anderen Seite predigt die Kirche auch immer über Toleranz.
Aber was hat es denn mit Toleranz zu tun, wenn die Kirche als heiliger Ort sagt: Dieses und jenes möchten wir nicht, weil das nicht dem entspricht, was die Kirche darstellt? Ist es tolerant, Menschen alles zu erlauben? Ich denke nicht. Toleranz ist doch, wenn Einstellungen und Grenzen, Menschen und ihre Art respektiert werden, nicht Wünsche - wünschen kann man sich ja vieles, aber deshalb muss es ja nicht unbedingt erfüllt werden. Und die kirchliche Einstellung ist nunmal diese, dass Toleranz untereinander stattfinden muss. Aber deshalb jetzt bestimmte Regeln anzugreifen, finde ich nicht in Ordnung. Ihr habt doch auch Regeln zu Hause (und mit "ihr" meine ich alle hier, auch mich), die Gäste bitte respektieren sollen - das ist genauso Toleranz.

Weshalb also nicht die Kirche? Muss sie wirklich alles zulassen, nur weil sie in letzter Zeit unter Kritik stand? Und muss sie alles zulassen, nur weil der allgemeine Chorus ist, dass die Kirche veraltete Ansichten hat? Das sind keine Argumente, sondern Trotz. Kittys Threadtitel sagt es doch schon: Es handelt sich um den Verbot weltlicher Musik. Die Kirche ist kein weltlicher Ort, sie bildet ein Refugium für Gläubige.

Ich frage mich gerade: Würde darüber nun auch so diskutiert, wenn es sich hier um eine muslimische/jüdische/indische oder irgendeine andere "andere" religiöse Glaubensstätte handeln würde...? Ich denke eher nicht. Ich finde es furchtbar, dass der christliche Glaube und somit auch die Kirche von den meisten Leuten nicht mehr ernst genommen werden.
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    #13 (permalink)
Alt 15.10.2010, 12:09
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Wie schon in meiner ersten Antwort schreibe ich es noch mal:

Alles hat Grenzen, aber in beide Richtungen.

Von Toleranz auf menschlicher Ebene ist die Kirche, meiner Ansicht nach, meilenweit entfernt.
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    #14 (permalink)
Alt 15.10.2010, 12:36
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Zitat:
Zitat von JaneDoe Beitrag anzeigen
Ich frage mich gerade: Würde darüber nun auch so diskutiert, wenn es sich hier um eine muslimische/jüdische/indische oder irgendeine andere "andere" religiöse Glaubensstätte handeln würde...? Ich denke eher nicht. Ich finde es furchtbar, dass der christliche Glaube und somit auch die Kirche von den meisten Leuten nicht mehr ernst genommen werden.
Doch Miri, ich würde das bei anderen Glaubensrichtungen genauso sehen. Wie andere das andere beruteilen weiß ich natürlich nicht. Ich habe diese Meinung übrigens nicht wegen den "aktuellen Fällen in den Medien" sondern schon seit ich denken kann. Und ich habe meine ganz persönliche Gründe und Erfahrungen, dieser Meinung zu sein. ABER: ich akzeptiere und toleriere wenn jemand diesen (oder auch jeden anderen) Glauben hat und ausübt. Sofern dies nicht gegen Gesetze, die Menschenwürde o.ä. verstößt. Also im Grunde ist es mir egal welche Musik in der Kirche gespielt wird. Ich bin meist sowieso nicht da und wenn doch, halt ich mich bedeckt im Hintergrund und lass die Leute das praktizieren, die es machen wollen.

Und ich finde es nur gut und wichtig, wenn sich sowas wie Kirche und Glauben an die Zeit anpassen - also zeitgemäßer werden. Hätte das die Kirche selbst nicht getan, würden heute immer noch Frauen als Hexen verbrannt oder zum Tode verurteilt weil sie den Mann zur Inzucht / Vergewaltigung etc. verführt haben. Nur so als Beispiel.

Dein letzter Satz ist ürbigens interessant. Ich finde nämlich, dass die Kirche die Sorgen und Nöte der Menschen in der heutigen Zeit oft nicht ernst nimmt. Das kann man dann wohl drehen und wenden wie man will.
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    #15 (permalink)
Alt 15.10.2010, 13:58
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Zitat:
Zitat von Ricky Beitrag anzeigen
Doch Miri, ich würde das bei anderen Glaubensrichtungen genauso sehen. Wie andere das andere beruteilen weiß ich natürlich nicht. Ich habe diese Meinung übrigens nicht wegen den "aktuellen Fällen in den Medien" sondern schon seit ich denken kann. Und ich habe meine ganz persönliche Gründe und Erfahrungen, dieser Meinung zu sein. ABER: ich akzeptiere und toleriere wenn jemand diesen (oder auch jeden anderen) Glauben hat und ausübt. Sofern dies nicht gegen Gesetze, die Menschenwürde o.ä. verstößt. Also im Grunde ist es mir egal welche Musik in der Kirche gespielt wird. Ich bin meist sowieso nicht da und wenn doch, halt ich mich bedeckt im Hintergrund und lass die Leute das praktizieren, die es machen wollen.

Und ich finde es nur gut und wichtig, wenn sich sowas wie Kirche und Glauben an die Zeit anpassen - also zeitgemäßer werden. Hätte das die Kirche selbst nicht getan, würden heute immer noch Frauen als Hexen verbrannt oder zum Tode verurteilt weil sie den Mann zur Inzucht / Vergewaltigung etc. verführt haben. Nur so als Beispiel.

Dein letzter Satz ist ürbigens interessant. Ich finde nämlich, dass die Kirche die Sorgen und Nöte der Menschen in der heutigen Zeit oft nicht ernst nimmt. Das kann man dann wohl drehen und wenden wie man will.
Über die Hexenverbrennungen brauchen wir eigentlich nicht diskutieren an dieser Stelle, denn das hat nichts damit zu tun, dass jetzt Lieder verboten werden und ist außerdem nochmal eine Extrabaustelle. Die Kirche versucht ja, gerade diese Geschehenisse immer weiter zu verarbeiten.

Nai hat das Thema "Zeitgemäß" finde ich sehr schön mit dem Film Dogma verglichen und ich hoffe, wir sind uns einig, das ein solch zeitgemäßer Kumpel Christus nicht ernst genommen werden kann?! Da stellt sich doch vielmehr die Frage: Was ist denn zeitgemäß? Muss da jedes Lied akzeptiert werden? Lady Gaga vielleicht? Oder Disturbed? Nur weil ein Brautpaar das möchte? (Ich überspitze das mit Absicht, nur um zu verdeutlichen, dass das eben nicht geht). Wo ist denn die Grenze, wenn man z.B. Lieder von Michael Jackson zulässt, dem dasselbe vorgeworfen wurde wie vielen Kirchenmännern in jüngster Zeit (letzteren ja auf jeden Fall leider zurecht)? Vielleicht wurde gerade deshalb bei ihm insistiert - um eben nicht noch weiter in die Kritik zu geraten. Ich kann ja Brautpaare verstehen, die gern ein ganz bestimmtes Lied bei der Trauung hätten - aber es gibt immer noch das Standesamt bzw. die Feier danach, wo das ebensogut gespielt werden kann.
Und zudem ist das nur der Beschluss des Bistums Regensburg und ich denke, es gibt genug Bistümer, die das etwas offener handhaben als z.B. das recht konservative Bayern.

Es muss nicht alles erlaubt werden, nur um zeitgemäß zu sein. Die Kirche hat auch nicht den Anspruch, zeitgemäß in so einem Sinne zu sein. Vielmehr möchte sie Traditionen erhalten und dabei den Spagat schaffen, offen zu sein für Neues, das ist zumindest mein Eindruck. Das ist nicht einfach und ich kann verstehen, dass gerade bei einem heiligen Sakrament keine Offenheit signalisiert wird, da es sich hier um wirklich allerheiligste "Vorgänge" handelt, die nicht verweltlicht werden sollen.

Ich finde es immer schwierig, das Menschen zu erklären, die keinen christlichen Glauben haben, weil sie natürlich den Wert des Vorgangs/der Sache nicht nachspüren können, zumal es sich hier um eine Gefühlswelt handelt, die ihnen logischerweise in dieser Form nicht offen steht. Aber vielleicht sind diese zwei Links hilfreich und sorgen dafür, dass es verständlicher wird, weshalb gerade ein Sakrament (oder "Start" in dieses Sakrament) absolut ungeeignet ist, weltlicher oder in der Liturgie offener zu werden:
Link 1
Und echt supergut erklärt für "Nichtchristen" hier im Link 2

Und noch ein Zitat aus dem Katechismus

Zitat:
Aus dieser Heilsbedeutung der Sakramente ergibt sich, daß die Sakramente für die Gläubigen zum Heil notwendig sind. Sie sind weder überflüssig noch eine feierliche Verzierung oder ein bloßes Bekenntnis zur brüderlichen Zusammengehörigkeit. Zu einem bewußten und entschiedenen Christsein gehört der regelmäßige Empfang der Buße und der Eucharistie, verbunden mit der Bemühung um einen personalen Mitvollzug aus dem Glauben heraus. Die sakramentale Praxis ist zwar nicht das einzige, aber doch ein wesentliches Kriterium für ein ernsthaftes christliches Leben." (Kath. Erwachsenen-Katechismus, 1985)

Hast du ein Beispiel für das "Nicht-Trost-spenden" und "Nicht-ernst-nehmen", Ricky? Meiner Erfahrung nach geht kaum jemand zu einem Pfarrer oder in die Kirche und sucht Trost, leider, denn ich habe mich dort bislang immer sehr gut aufgehoben gefühlt. Wenn du also ein Beispiel hättest, wär das klasse, damit ich da mal einen Einblick bekomme, denn bislang habe ich von kaum jemandem gehört, er fühle sich nicht ernst genommen oder finde dort keinen Trost.
Logischerweise gibt es auch bei der Kirche - so wie überall - Menschen, die sich querstellen, die nicht auf einen zugehen oder intolerant sind, weil niemand perfekt ist (siehe Link 2). Es ist eine Ironie, dass die Kirche dies als Anspruch für sich erhebt, es aber nicht leisten kann, weil diese Eigenarten nunmal typisch menschlich sind. Da sehe ich auch Fehler. Aber die haben nicht zwangsweise mit einer allgemeinen Veruteilung der Kirche zu tun. Klar, in vielen Bereichen ist sie nicht "zeitgemäß", aber das geht auch nicht sooo schnell, zumal die Kirche erst seit ein paar Jahrzehnten versucht, wirklich moderner zu werden.

Übrigens empfinden viele die Kirche als angenehm "stet" in dieser unsteten Welt. Sie soll immer Zufluchtsort sein, Zusammenkunft für Christen bieten. Und ich finde, das tut sie in weiten Teilen auch.
So, nu hab ich aber auch genug geschrieben für heute, ein halber Roman. Ich hoffe, es ist deutlich geworden, dass ich nicht versuche, euch eure Meinungen abzusprechen, das käme mir nicht in den Sinn. Und ich habe auch Punkte bei der Kirche, mit dnene ich mich immer wieder beschäftige, denn ich sehe natürlich auch, wo es dort hakt. Mir geht es einfach nur darum, auch die andere Seite aufzuzeigen, denn die eine Seite wurde ja hier schon zur Genüge beleuchtet.
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